Eine Tomate aus dem Obstregal

on March 05, 2009

Da ich zurzeit auf Süßigkeiten verzichten muss, hab ich mir überlegt, mich stattdessen auf Fruchtzucker als Alternative zu stürzen - und ab jetzt mal zu schauen, was es so alles Leckeres im Obstregal gibt. Letzte Woche gab es ja schon Ananas und Pomelo, jetzt wollte ich mich mal an etwas exotischeren Früchten versuchen. Da kam mir der Sonderstand bei Galeria Kaufhof gerade recht. Habe mir zwei Feigen für jeweils 75 Cent gekauft und eine Tamarillo für 1,49 Euro (oder so in etwa).



Feigen hatte ich vor ein paar Monaten schon mal bei einem Freund probiert und meinte mich erinnern zu können, dass ich sie ganz lecker fand. Außerdem kenne ich Feigen gedünstet mit Schinken und es gab sie als klebrig-süße Nachspeise in der Türkei mit Honig, Schlagsahne und Nüssen gefüllt. Ein Hochgenuss!

Sehen zwar in "Rohform" ein bissl komisch aus - von außen grün mit silber-grauem Schimmer, als würden sie schimmeln, und von innen mit so komischen Fruchtkernen drin - aber sie schmecken leicht süßlich und sind verdammt lecker.



Laut Wikipedia bestehen Feigen übrigens zu 80 Prozent aus Wasser und enthalten außerdem besonders viel Kalzium, Phosphor, Eisen und Vitamin B1. Hauptanbaugebiet ist die Türkei. Hier gibt es ein ganz lecker klingendes Rezept für kandierte Feigen, dass ich nach hoffentlich erfolgreicher Beendigung meiner Fastenzeit mit Sicherheit mal ausprobieren werde. Wenn Ihr ein anderes kennt oder dieses schon mal ausprobiert habt, lasst es mich wissen!



Was die Tamarillos angeht, so hab ich einfach spontan zugegriffen. Die Dame an der Kasse meinte, sie schmeckt süßsäuerlich, ein bissl nach Tomate. Man solle sie aufschneiden und könne das Innere dann roh essen, entweder mit Salz oder mit Zucker bestreut.



Was den Tomatengeschmack angeht, so hatte die Frau Recht. Tamarillos schmecken tomatig, aber eben mit einer Spur Fruchtsüße. Anders lässt sich der Geschmack wirklich schwer beschreiben. Was das "Streugut" angeht, so fand ich komischerweise die Variante mit dem Salz besser. Passte besser zur säuerlichen Note - der Zucker hat sich damit irgendwie nicht vertragen. Würde mir die Dinger auf jeden Fall mal wieder holen.

Übrigens sind Tamarillos auch als Baumtomaten bekannt - welch Wunder... Die Pflanze ist offenbar lange Zeit nur noch im "künstlichen Anbau", also als kultivierte Pflanze, erhältlich gewesen - und kommt als solche heute meistens aus Neuseeland. In den 1960er Jahren wurden aber wildwachsende Populationen in Bolivien und Argentinien gefunden, wo die Tamarillobäume ursprünglich herkommen. Auch diese Früchte enthalten viel Wasser und sind reich an an den Vitaminen A, B6, C und E.

Morgen gibt es übrigens Papaya, und zwar nicht aus der Dose oder so. Mal schauen, ob die schmeckt - und ob sie überhaupt reif ist...

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